
Kronen Zeitung
NACH TREFFEN IN WIEN
Zeit drängt! Ralf Rangnick stellt Milan Ultimatum
Die sportliche Zukunft beim AC Milan ist aktuell eines der beherrschenden Themen in der italienischen Sportmedien-Landschaft - mit zwei Protagonisten mit Österreich-Bezug im Mittelpunkt. Ob Oliver Glasner neuer Trainer der „Rossoneri“ wird, könnte sich schon nächste Woche entscheiden – und auch Ralf Rangnick drückt nun gegenüber den Mailändern aufs Tempo.
Rangnick traf sich wie berichtet vergangene Woche mit Klub-Eigentümer Gerry Cardinale und Klub-Berater Zlatan Ibrahimovic in Wien – beide Seiten blieben weiter in Kontakt, sind an einer Zusammenarbeit sehr interessiert. Rangnick wäre als technischer Direktor der neue starke Mann beim AC Mailand, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.
Parallel hofft ÖFB-Boss Josef Pröll, dass der 67-Jährige am Ende doch noch „Ja zu A“ sagt, über die WM hinaus Österreichs Teamchef bleibt. Rangnick hat sich noch nicht festgelegt, ist da auch vom AC Milan abhängig - und stellte dem Klub daher nun offenbar ein Ultimatum.
Denn laut „Gazzetta dello Sport“ will der Deutsche bis Anfang nächster Woche Klarheit, ob seine Vorstellungen, die er bereits deponiert hat, auf Zustimmung stoßen, folglich seine Zukunft in der italienischen Mode-Metropole liegt. Denn Rangnick hat den „Rossoneri“ bereits eine Liste jener Personen übermittelt, die er beim AC Milan als seine engsten Vertrauten mit an Bord haben will.
Dazu gehört Jonathan Spors in der Rolle als Sportdirektor: Der 43-jährige Deutsche ist aktuell als Sportdirektor bei Southampton unter Vertrag, soll sich beim AC Milan gemeinsam mit dem noch zu ernennenden Trainer um den Kader und somit mögliche Spielerverpflichtungen für kommende Saison kümmern – in Abstimmung mit Rangnick, der in den nächsten Wochen bekanntlich bei der WM in den USA weilt.
Ein alter Bekannter
Als Chefscout macht sich Rangnick für Christopher Vivelli stark. Der 39-Jährige ist derzeit als „Director of Recruitment“ tätig, kümmert sich um die Entdeckung junger und vielversprechender Talente. Mit Rangnick arbeitete Vivelli schon in Hoffenheim (als Video-Analyst) und später auch bei Red Bull (erst Salzburg, dann Leipzig) eng zusammen.
Milan-Boss Cardinale muss nun über das Wochenende entscheiden, ob er dem „Paket Rangnick“ zustimmt – und somit den Weg für den aktuellen ÖFB-Teamchef frei macht.
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